Umweltleitlinien der Evangelischen Lukas- und Lutherhauskirchengemeinde

 

Die Umweltleitlinien wurden vom Umweltteam erarbeitet und in der Auftaktveranstaltung sowie im Gemeindebrief zur Diskussion gestellt. Sie wurden am 16. September 2004 vom Kirchengemeinderat verabschiedet.


A) Präambel und Grundsatzbekenntnis:

1.  1. Mose 2, 15:
“Gott, der Herr, brachte den Menschen in den Garten Eden. Er übertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu schützen.“

 

2.  Psalm 8, 4 – 9:
“Ich bestaune den Himmel, das Werk deiner Hände, den Mond und alle die Sterne, die du geschaffen hast:
Wie klein ist da der Mensch, wie gering und unbedeutend!
Und doch gibst du dich mit ihm ab und kümmerst dich um ihn.
Ja, du hast ihm Macht und Würde verliehen; es fehlt ihm nicht viel und er wäre wie du. Du hast ihn zum Herrscher gemacht über deine Geschöpfe, alles hast du ihm unterstellt: die Schafe, die Ziegen, die Rinder, die Wildtiere in Feld und Wald, die Vögel in der Luft und die Fische im Wasser, die kleinen und die großen, alles, was die Meere durchzieht.“

 

Aus diesen Bibeltexten geht eindeutig hervor, dass Gott den Menschen stellvertretend eingesetzt hat, um Gottes Schöpfung zu bewahren. Stellvertretung heißt aber, Verantwortung zu übernehmen. Im Bewusstsein dieser Verantwortung stellt die Gemeinde Lukas und Lutherhaus die folgenden Leitlinien zum Umweltschutz auf:

B) Umweltleitlinien

 

1.  Wir wollen nicht nur passives Vorbild dafür sein, wie wir unsere Umwelt erhalten können, sondern wir wollen in unserem Umfeld aktiv mitwirken, das Bewusstsein für den notwendigen Schutz unserer Umwelt zu stärken.

2.  Wir fordern die Gemeindeglieder auf, ehrenamtlich an den Aufgaben für den Umweltschutz in unserer Gemeinde aktiv mitzuwirken und die Erkenntnisse aus dieser Arbeit auch in ihrem eigenen Wohnbereich umzusetzen.

    Wir verpflichten uns, amtlich und ehrenamtlich Mitarbeitende ständig über alle Maßnahmen zum Umweltschutz zu informieren und in die Aktivitäten einzubinden, ihre Anregungen und Vorschläge zu prüfen und, wenn sie nützlich sind, umzusetzen.

3.  Wir wollen, dass unsere Kinder umweltbewusst erzogen werden und appellieren an Eltern und Erzieher, zu Hause, in der Kinderkirche, im Kindergarten, in der Schule, im Religions- und Konfirmandenunterricht Fragen der Schöpfung und ihrer Erhaltung zu behandeln.

4.  Wir wollen, dass sich Erwachsene in Umweltfragen weiterbilden und die Erkenntnisse daraus in die Tat umsetzen und an ihre Kinder weitergeben.

5.  Die von uns ergriffenen Maßnahmen zum Umweltschutz sollen, soweit sie Investitionen erfordern, wirtschaftlich sein, denn wir sind uns bewusst, dass die finanziellen Mittel knapp sind. Kann jedoch die Wirtschaftlichkeit einer geplanten Maßnahme nicht nachgewiesen werden, weil die technischen Voraussetzungen für eine kostengünstige Lösung nicht oder noch nicht gegeben sind, dann sind die Argumente für die Durchführung der Maßnahme sorgfältig zu prüfen und gegen eventuell zu erbringende wirtschaftliche Opfer abzuwägen.

6.  Wir berücksichtigen bei unseren Einkäufen auch die Produkte der Entwicklungsländer, denn wir leben heute in einem globalen Wirtschaftssystem, das allen die gleiche Chance geben soll. Dies erfordert Solidarität mit den Menschen in Entwicklungsländern, deren Produkte nicht mit subventionierten und mit Hightechmethoden produzierten Waren der industrialisierten Länder konkurrieren können.

7.  Wir fordern umweltbewusstes Wirtschaften und bevorzugen deshalb landwirtschaftliche Produkte aus ökologischem Anbau und umweltfreundlich hergestellte Erzeugnisse. Wir geben bei unseren Einkäufen Produkten in Mehrwegverpackungen den Vorrang oder achten darauf, dass die Verpackungen umweltfreundlich, d. h. biologisch abbaubar sind.

8.  Wir werden über Presse, Internet und persönliche Gespräche Öffentlichkeitsarbeit betreiben und über unsere Aktivitäten und Ergebnisse informieren. Wir werden unser Umweltprojekt bekannt machen und zu Spenden aufrufen. Die finanziellen Mittel der Gemeinde sind knapp und ein Großteil der Maßnahmen zum Umweltschutz muss durch Eigenfinanzierung gedeckt werden. Dazu wird es auch erforderlich sein, die zur Verfügung stehenden Raumkapazitäten der Gemeindehäuser durch Vermietung an Dritte für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen zu öffnen.

9.  Wir verpflichten uns zur Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Umweltbestimmungen.
Wir überprüfen regelmäßig unsere Aktivitäten zum Umweltschutz und dokumentieren die Ergebnisse und ihre Veränderungen mit dem Ziel einer ständigen Verbesserung.
Das Umweltaudit soll eine dauerhafte Einrichtung in unserer Gemeinde werden.

10. Zusammenfassend werden wir uns im Wesentlichen auf die folgenden Umweltziele konzentrieren:

·       Ressourcen sparen: Energie, Wasser und Rohstoffe

·       Reinhaltung der Luft

·       Umweltfreundlich entsorgen: Abfälle, Müll, Elektro- und sonstigen Schrott

·       Umweltbewusstsein fördern: Erziehung und Weiterbildung

·       Erfahrungen mit anderen Gemeinden und Institutionen austauschen: Wir wollen aus den Erfahrungen anderer Gemeinden lernen und unsere Erfahrungen an sie weitergeben.
Das Projekt Umweltschutz unserer Gemeinde soll Pilotcharakter für alle Haushalte und Betriebe des Stuttgarter Ostens bekommen.

Die Haupt-Leitlinie ist: Verantwortungsbewusstes Handeln zum Schutz und Erhalt der Schöpfung für unsere nachwachsenden Generationen.